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Schriftgestalt: Rudolf von Larisch | Peter Hofmann
27. März 2015 von Peter Hofmann

Schriftgestalt: Rudolf von Larisch

Rudolf von Larisch – sieht auf Fotos meist wie der Böse aus einem Tim und Struppi Comic aus.

RvL looking like the evil count in a Tintin-book

Durch einen Tweet wurde ich auf den Schriftgestalter, Grafiker und Lehrer Rudolf von Larisch aufmerksam, der eindeutig zum interessanteren Teil des österreichischen typografischen Erbes zählt. Dass sein Werk von Abhandlungen über Proportionsfehler des weiblichen Körpers1 bis zur Etablierung des Kajaks2 in Österreich reicht, bezeugt die vielfältigen Interessen des Autodidakten.

Schriftgestalter

Seine beiden Schriften Plinius (1904) und Wertzeichen-Type (1911) kamen exklusiv in der österreichischen Staatsdruckerei zum Einsatz. Als gestalterischer Autodidakt dürfte er hierbei vom Know-how der Stempelschneider in der Staatsdruckerei profitiert haben. Das Schriftschaffen der Staatsdruckerei im 19. und 20. Jahrhundert ist zwar weitgehend undokumentiert, dürfte aber qualitativ auf gutem Level gewesen sein, was man auch den beiden Larisch-Schriften ansieht.

Plinius

Zur Feier der hundertjährigen Jubiläums der K.u.K. Hof- und Staatsdruckerei 1904 wurde ein Prachtband3 in der Staatsdruckerei angefertigt. Mit Holzschnitten von Carl Otto Czeschka, den von Koloman Moser gestalteten Dekorelementen und der von Larisch entworfenen Plinius für die Fließtexte ist das Buch heute als eine der frühesten Buchausstattungen der Wiener Werkstätte, dem Wiener Pendant der Arts-and-Crafts-Bewegung bekannt.

Die Plinius ist eine venezianische Renaissance-Antiqua. Deutlich ist der Duktus der Breitfeder zu erkennen. Generell wirkt das Schriftbild sehr kräftig, mit kalligrafischen Details, wie dem Federansatz bei Punkten. Ein zeitgenössisches Vorbild war sicherlich die »Golden Type« von William Morris. Dessen Bücher aus der Kelmscott Press dürften auch für das Jubiläums-Buch Pate gestanden haben.

Der Schriftname Plinius leitet sich möglicherweise vom römischen Autor Gaius Plinius Secundus ab, dessen Werke, allen voran die »Historia Naturalis«, zu den beliebtesten Drucken der Frührenaissance zählten. Die österreichische Nationalbibliothek verfügt über fast zwanzig Inkunabeln mit Plinius-Ausgaben. Darunter eine Ausgabe der Historia Naturalis, aus der legendären venezianischen Druckerei Nicolas Jensons.

Wertzeichen-Type

Die bekanntesten Wertzeichen sind Briefmarken und Papiergeld. Auf beidem dürfte Larischs Wertzeichen-Type jedoch nie benutzt worden sein. Die Schrift war auch nicht als Schmuckschrift gestaltet, sondern für den Einsatz in Mengentexten optimiert. Der erste Weltkrieg und der damit verbundene Bedarf nach Geld führte zur Vermehrung besonderer Wertzeichen: Staats- und Kriegsanleihen. Ein guter Teil der österreichischen Kriegs- und Staatsanleihscheine während und nach dem 1. Weltkrieg wurden mit der Wertzeichen-Type gesetzt – oft gemischt mit der Plinius für Überschriften und Initialen.


Staatsanleihe von 1917 gesetzt in der Wertzeichen-Type

Hier kommt noch ein Link zum HiRes-Scan der Anleihe. Versprochen!

Diese Schriftkombination kommt auch in den späteren Ausgaben seines Lehrbuch »Unterricht in ornamentaler Schrift« zum Einsatz. Ab 1926 (eventuell früher, 5. Auflage?) wird die bis dato der Staatsdruckerei vorbehaltene Wertzeichen-Type für die Neuauflagen des Buches genutzt. Im Vergleich zur früheren Plinius ist das Schriftbild harmonischer aber auch braver. Kurze Ober- und unterlängen und das handschriftlich, fette Schriftbild machen die Garald zur jüngeren Schwester der Plinius. Auffällig sind das lange-s und zahlreiche Ligaturen (tz, st, sz, …) die dem Fraktursatz entlehnt sind. Die Kanten sind abgerundet und geben der Wertzeichen-Type ein knubeliges Aussehen, das dank des Handwerks der Stempelschneider auch in den Konsultationsgrößen nicht ins Schwammige geht.

Lehrer

Seiner Tätigkeit als Lehrer lag der Grundsatz »Schrift kommt von Schreiben« zugrunde. Darauf basierend versuchte er die Schreib-/Schrift-Ausbildung grundlegend zu verändern. Anstatt dem bis dahin üblichen stupid-exakten Abmalen von Alphabeten, arbeitete Larisch in seinem Unterricht immer mit echten Texten. Durch eigens entwickelte Quellstifte (ein abgerundetes Korkstück mit Griff), sollten die SchülerInnen das Schreiben, bei gleichbleibend dicker Strichstärke in einem Zug erlernen. Über die Ergebnisse ihrer Übungen sollten die SchülerInnen die Bedeutung von Rhythmus und Ausgleich der Buchstaben erfahren. Die Form der Buchstaben tritt vor allem in den frühen Ausgaben von »Unterricht in ornamentaler Schrift« in den Hintergrund. Durch den Austausch mit Johnston (bzw. dessen deutschstämmiger Assistentin Anna Simonson) adaptierte Larisch seine Unterrichtsmethoden und Ansichten. Z.B. wird das Schreiben von historischen Schriften in den Unterricht aufgenommen. Der Federhersteller Blankertz entwickelt auf Larischs Anregung, aus dem Quellstift die Redis-Feder, die ein ähnliches Schriftbild aufweist.

Kritik

Larisch Fokus lag auf dem Schreiben mit der Hand – nicht in der Typografie. Seine Methoden und Erkenntnisse sind zwar wertvoll und richtig – gehen aber nicht über die Ebene der Mikrotypographie hinaus. Werke wie der Jubiläumsband der Staatsdruckerei sind als Gesamtkunstwerk beeindruckend, die Lesbarkeit wurde jedoch dem repräsentativem Äußeren geopfert. Schlimmer noch, dass die ersten Ausgaben seiner »Methoden« den Look des Jubiläumsbands kopieren. Die Zierrahmen und opulenten Vignetten wirken im Kleinformat deplatziert.

Larisch-Schüler wie Robert Haas, der bis zu seiner Emigration 1938 die Officina Vindobonensis (handgesetze bibliophile Kleinauflagen) betrieb, blieben die Ausnahme. Larischs Ideal eines Buches war das handgeschriebene Buch.

Nachwirken

Nichts desto trotz, die intensive Beschäftigung mit Schrift-Schreiben die Larisch, seine Frau Helga Ramsauer-Larisch und andere Larisch-SchülerInnen in der österreichischen Grafik-Ausbildung etablierten, hat Generationen von GrafikerInnen und IllustratorInnen geprägt. Durch seine internationalen Kontakte zu Anna Simons, Rudolf Blanckertz u.a. sind Teile seiner Methoden noch heute Bestandteil der etablierten Typografie- und Schriftgestaltungsausbildungen.

Von seiner Schrift Plinius gibt es mindestens zwei digitale Revivals (ein Originalgetreues und ein Inspiriertes), ein drittes entsteht gerade im Rahmen einer Type-and-Media-Abschlussarbeit.

Anhang

Online verfügbare Digitalisate von Rudolf von Larischs Schriften (Auszug)

Links





  1. Rudolf von Larisch, Der Schönheitsfehler des Weibes: eine anthropometrisch-ästhetische Studie, Wien 1896



  2. Rudolf von Larisch, Der Kajak und seine Arten, Wien 1923



  3. Zur Feier des einhundertjährigen Bestandes der k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Wien 1904, S.62



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