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13. Januar 2015 von Peter Hofmann

Lia Wolf

Katalog der Unordnung

Zum ersten Buchgespräch 2015 stellt Christoph Schörkhuber die Gedanken- und Gestaltungsprozesse hinter seinem prämierten Buchs »Katalog der Unordnung« vor.

buchgespräch: Christoph Schörkhuber
Zeit 13. 1. 2015, 19 Uhr
Ort Hauptbücherei wien

Schriftlabor 2015

Das Schriftlabor geht auch 2015 weiter, am kommenden Samstag (17. 1.) sind »Vom Scan zum Font « (11 Uhr) sowie »Zurichten und Unterschneiden« (14 Uhr) am Plan.

Schriftlabor
Zeit 17.1.2015, 11 und 14 Uhr
Ort FaceType-Studio, 6., Otto-Bauer-Gasse 24 (U3 Zieglergasse)

Lia Wolf Cabinett

Lia Wolf – die beste Wiener Buchhandlung für Grafikdesign und schöne Bücher allgemein, ist nach kurzer Pause, an neuem Standort wiedereröffnet. Die Einfahrt des Apostelkellers muss man durchtauch, um über den anschließenden Renaissancehof in Frau Wolfs neues Reich vorzudringen.
Groß ist es nicht, aber Lia Wolfs Gespür für schöne und gute Bücher und ein einmaliger Ort sorgen für das gewisse Etwas das bibliophile Herzen schneller schlagen lässt (Randbemerkung: auch die neue Website ist sehr gelungen lia.wolf.at).

Lia Wolf Cabinett
Sonnenfelsgasse 3/2A, Beletage
A-1010 Wien

28. Mai 2014 von Peter Hofmann

Lukas Paltram
Lukas Paltram ist die Wiener Außenstelle der Londoner Foundry Dalton Maag. Zu seinem Schriftgestaltungsportfolio gehören die Grueber, die Cordale und einiges mehr. Im Herbst durfte ich ihm einen Besuch im Wiener Büro abstatten und dabei etwas über seinen Werdegang und seine Arbeit für Dalton Maag und die Schrift Cordale im Speziellen erfahren.
Lukas ist ein Absolvent der NDU, der New-Design-University St. Pölten. Dort konnte er unter der fachkundigen Anleitung von Giovanni de Faccio erste Erfahrungen in Schriftgestaltung machen und durch die Vermittlung seiner Lehrerin Ulrike Poetschke ein Praktikum bei Dalton Maag in London absolvieren.
Ist man von anderen Praktika gewöhnt, Kaffee zu kochen, Ablagen zu ordnen und dabei möglichst nicht zu stören, wurde Lukas von Bruno Maag dazu aufgefordert an seinem eigenen Schrift-Projekt zu arbeiten.
Dieses hatte den Namen Grueber, benannt nach dem Architekten Paul Grueber, der im Rahmen von Sanierungsarbeiten auf der Burg Hochosterwitz auch eine Beschilderungsschrift geschaffen hatte. Die ursprünglich reine Versalschrift war Lukas bei einem Besuch der Burg aufgefallen.
Bei Dalton Maag konnte Lukas nicht nur an seiner »Gruawa« arbeiten, sondern auch professionelles Feedback und Anleitung von Ron Carpenter und Bruno Maag bekommen.
Nach dem Praktikum in der Londoner Dalton Maag-Zentrale ging es wieder nach Wien, wo er die Arbeit an der Grueber fortsetzte. Von Dalton Maag erhielt er fast zeitgleich zwei Angebote: erstens bei Dalton Maag zu arbeiten, zweitens die Grueber als Teil der Foundry-Bibliothek zu veröffentlichen. Im Blog von Dalton Maag hat Lukas zur Veröffentlichung eine Entstehungsgeschichte mit Bildern veröffentlicht: A font called Grueber
Seit 2009 ist Lukas nun fixer Bestandteil des Dalton Maag Teams. Die vom dem Schweizer Bruno Maag und seiner Frau Liz Dalton gegründete Londoner Foundry ist einerseits auf Kundenschriften und andererseits auf Schriftgestaltung, die über das lateinische Schriftsystem hinausgeht, spezialisiert. Durch die Größe der Kundenprojekte (Nokia Pure wurde für 20 Schriftsyteme – inklusive Klingonisch – ausgebaut) ist Dalton Maag in den letzten Jahren stark gewachsen und verfügt neben Lukas’ Wiener Nebenstelle über Büros in London und Rio de Janeiro, internationales Teamwork ist daher die Regel.
Dem entsprechend kennt man zumindest Teile von Lukas Arbeit ganz gut.
Für den vom Linux-Betriebssystem-Hersteller Canonical beauftragten Ubuntu-Font übernahm er die Kreativ-Direktion. Der Font ist nicht nur die Standardschrift im Linux-Betriebssytem Ubuntu, sondern dank Open-Source-Veröffentlichung und der Unterstützung für zahlreiche Schriftsysteme weltweit verbreitet. Für den neuen Nokia-Font »Nokia Pure« lernte Lukas die Grundlagen von Devanghari und Bengali und kann sich heute rühmen den vermutlich ersten professionellen, singhalesischen (Sinhala) Font gestaltet zu haben.

Cordale

Ein früheres Teamwork-Projekt ist die in Dalton Maags eigener Bibliothek veröffentlichte Cordale. Der ursprüngliche Entwurf von 2009 stammt von Fabio Haag. Die damals noch bei Dalton Maag beschäftigte Veronika Burian (heute Typetogether) entwarf die Kursive dazu und Lukas Paltram ergänzte die Schrift um einen griechischen und kyrillischen Zeichensatz. 2013 kam noch eine arabische Variante dazu.
Vor allem in den geraden Schnitten fällt die Cordale mehr mit exakter, robuster Gestaltung als mit verspielten Details auf. Sie ist als »robustes Arbeitstier« für ein breites Feld an Anwendungen konzipiert. Die große x-Höhe, die kurzen Ober- und Unterlängen und die geringe Breiten machen sie vor allem für den Einsatz in Zeitungen und Magazinen gut geeignet.
Cordale Anatomie
Auf den ersten Blick erscheint die Cordale zurückhaltend und kühl, ihre freundlichen Züge zeigen sich in den Details. Verspielter, kalligrafischer muten die von Veronika Burian (mittlerweile Typetogether) entworfene Kursive und der griechische Zeichensatz von Lukas Paltram an.
Kurz nach meinem Gespräch mit Lukas hat Dalton Maag die arabische Cordale veröffentlicht. Wie auch bei anderen arabischen Schriften arbeitete Dalton Maag mit dem Leipziger Spezialisten für arabische Typografie Prof. Rayan Abdullah zusammen.
Wichtig bei der Gestaltung der arabischen Cordale war den Charakter zu erhalten und eine gute lesbare Arabische zu schaffen, die auch im Zusammenspiel mit der lateinischenen funktioniert. Ausführlicheres gibt es im Blog von Dalton Maag und im Specimen nachzulesen.

Abschließend möchte ich mich bei Lukas Paltram für den spontanen Frühstückstermin und das nette Gespräch bedanken. Ebenso ein Dank an Dalton Maag für die kostenlose Zurverfügungstellung der Cordale!

19. Mai 2014 von Peter Hofmann

›hoch, höher, hochuli – 80 jahre betriebsjubiläum jost hochuli‹

Hoch, höher, Hochuli

Nachträglich zu seinem achtzigsten Geburtstagstag widmete die tga dem Schweizer Buchgestalter Jost Hochuli ein Überraschungs-Ausstellung. Die kleine Ausstellung ist eine schöne Hommage an Jost, der die typografische Gesellschaft Austria seit 10 Jahren mit seinen Vorträgen, Workshops in seiner einzigartigen Art und Weise begleitet. In diesem Sinne:

›hoch, höher, hochuli – 80 jahre betriebsjubiläum jost hochuli‹
Noch bis 25. Mai in der design gallery walking chair
Rasumofskygasse 10, im 3. Bezirk (U3 Rochusgasse)
http://walking-chair.com/gallery/

P.S.: Dank geheimer Quellen der tga ist die Ausstellung mit Jost’s noch unveröffentlicher Schrift Allegra gesetzt.

Garamond-Open-Source

Der Wiener Georg Duffner hat es sich zum Ziel gesetzt eine hochqualitative Garamond unter einer Open-Source-Lizenz zu veröffentlichen. Als Vorlage dient eine Digitalisat des Berner Schriftmusterblatts von 1594, bei der Umsetzung wird auf eine originalgetreue Interpretation geachtet. Das Ergebnis ist jetzt schon sehenswert, das Projekt auf jeden Fall unterstützenswert (Gute Schriften braucht das Web!). Unterstützung kann praktisch (Schrift testen, Glyphen zeichnen, skripten), ideel (weitererzählen) oder auch finanziel erfolgen.
http://www.georgduffner.at/ebgaramond/

Last Call for WORKSHOP »Fonts selber gestalten mit Glyphs«

Die Anmeldungen für den Schriftgestaltungs-Workshop mit Rainer Scheichelbauer laufen nur mehr bis Ende dieser Woche. Rainer ist nicht nur ein hervorragender Lehrer sondern auch der Glyphs-Guru schlechthin. Für Einsteiger, Umsteiger, Fortgeschrittene. Ermäßigte Glyphs-Lizenz für die TeilnehmerInnen. http://www.weissraum.at/veranstaltungen/workshops/fonts-selber-gestalten-mit-glyphs-2/

Special-Edition-Restplatz

Von Andi Ortag habe ich heute erfahren, dass spontan ein Platz bei seinem Special-Edition-2014-Workshop am Ende des Monats freigeworden ist. Wer Interesse an Orginaldruck-Techniken, Buchbinden, Bleisatz, gutem Essen und Trinken und netten Menschen hat, sei eine Teilnahme sehr empfohlen. Mehr Informationen auf der Website. Eventuelle Anmeldungen/Nachfragen am besten per Mail an Andi Ortag

11. April 2014 von Peter Hofmann

Jost Hochuli, Workshop 2013

Jost Hochuli in Wien

Der Schweizer Buchgestalter Jost Hochuli hält auch heuer seinen sehr empfehlenswerten Buchgestaltungs-Workshop an der Graphischen Wien ab. Ich hatte das Glück letztes Jahr an dem stark limitierten, sehr intensiven einwöchigen Workshop teilnehmen zu können und kann es nur sehr weiter empfehlen.
http://typographischegesellschaft.at/k_vortrag_workshop/w_hochuli.html

Design Association Austria

Endlich, ein österreichischer Ableger von DMIG – Design made in Austria: Design Association Austria.
Noch spärlich bestückt, aber das wird noch:
http://designassociation.at/

Pinto aus Wien

Georg Herold-Wildfellner hat wieder zugeschlagen! Auf die handgezeichnete Helvetica »Supernett« folgt »Pinto« ein Font, der einem Tim-Burton-Film entsprungen sein könnte. Neben dem hervorragenden Einsatz von Opentype-Features (Context-Alternativen) gibt es zu den Textschnitten, auch Schmuckschnitte die für Abwechslung beim Satz sorgen. Bei Myfonts momentan um € 12,– für die ganze Familie: http://www.myfonts.com/fonts/facetype/pinto/

Spurensuche Wien–Sarajevo

Die Ausstellung »Wien–Sarajevo« der Meisterklasse der Graphischen Wien ist noch bis 29.4. bei freiem Eintritt im Desginforum, MQ Wien zu sehen: Spurensuche Wien–Sarajevo

28. März 2014 von Peter Hofmann

Kaffeerösterei Weinbrand

Awards von Wien bis Innsbruck

Der Joseph Binder Award ist zum zwölfen Mal ausgeschrieben, DesignerInnen und IllustratorInnen aus aller Welt sind eingeladen mitzumachen. Bis Ende März gilt der Early-Bird-Tarif, die Einreichfrist endet am 31. Mai. Das Aussehen kommt im heurigen Jahr von den Typejockeys (Making-of)
Call for Entries: Joseph Binder Award 2014
Die Resultate des Innsbrucker Out of the Box Award 2013 wurden veröffentlicht. Auf der Website sind die prämierten (teilweise sehr sehenswerten) Arbeiten zu begutachten. http://www.outofboxaward.at

„qualität – buchstäblich”

Termin, Thema und Vortragende für das heuer stattfindende Typosymposium in Raabs stehen fest: 26.–29. August; Qualität – buchstäblich; Chuck Bigelow, Matthew Carter, Jost Hochuli, Friedrich Forssman, Petra Cerne Oven, Veronika Burian, Albert-Jan Pool, Gerard Unger,…
Die Early-Bird-Phase für das Typografiesymposium in Raabs läuft noch bis zum 29. April. Das Symposium (Ort, Essen, Organisation) und das Programm sind eine schwere Empfehlung und rasche Anmeldung wert: http://typographischegesellschaft.at/k_symposium/raabs_2014.html

Kreative Charaktere – die Typejockeys

Myfonts.com verschickt die besten Newsletter der Welt: informativ, unterhaltsam, schön gestaltet und nicht zu oft. Die Creative Characters ein Foundry-, Gestalterinnen-, und Schriftportrait haben es mir besonders angetan. Umso größer die Freude, dass in der letzten Ausgabe die Wiener Typejockeys von Jan Middendorp interviewt und porträtiert wurden.
Wie gesagt: informativ, unterhaltsam und schön.
http://www.myfonts.com/newsletters/cc/201403.html

Wei sraum Tirol

Habe ich hier schon darüber berichtet, dass der Tiroler Wei sraum seine zuvor unsäglich doofe Website auf den Stand der Zeit gebracht hat? Und man sich dort über das (auch zuvor ) großartige Programm informieren kann: http://www.weissraum.at/

Wiener Lettern

Ein Hinweis in eigener Sache. Ich habe meinen Flickr-Accout reaktiviert und damit begonnen meine Wiener Schriftfunde zu dokumentieren. Viel Spaß beim Durchschauen: Wiener Lettern auf Flickr